Vom Slea Head
Drive kann man in der Ferne immer
die Blasket Islands sehen, also wollen wir dort auch einmal hin. Vom
Dunquin Pier wollen wir per Fähre dorthin übersetzen.
Allerdings erleide ich einen mittleren Schock, als ich die Karten
für 4 Personen entgegennehme, aus Unkenntnis wegen fehlender
Preisschilder der Kassiererin einen 50-Euro-Schein entgegenhalte, auf
das Wechselgeld warte und sie mir stattdessen ein fröhliches "100
Euro!" entgegenschmettert. Ich schlucke dreimal kräftig und reiche
den fehlenden Schein hinüber. Danach dürfen wir hinunter zum
Pier steigen, werden mit dem Schlauchboot zur Fähre gebracht und
fahren hinein in den Nebel zu den Inseln.


Von weitem sieht die Insel etwas gruslig aus
und ich muß unwillkürlich an Filme wie "The Fog- Nebel des
Grauens" und an einäugige Piratenkapitäne mit Hakenarm
denken, die ihre ahnungslosen Opfer damit aufschl...- na ja, so schlimm
wird es schon nicht werden. 

Die Blasket
Islands sind eine
über Tausende von Jahren bewohnte Inselgruppe, deren letzte
Bewohner jedoch in den 50er Jahren zwangsweise auf das Festland
umgesiedelt wurden. Für die vorwiegend alten Leute war das Leben
auf der Insel zu hart geworden. Für Sprachforscher und Literaten
war die Insel hochinteressant- während im übrigen Irland nur
noch 7% der Menschen Irisch
sprechen können, hatte sich die
Sprache auf den Blaskets noch fast unverfälscht erhalten. Von der
Vergangenheit künden nur noch die seit 50 Jahren verfallenden
Gebäude und die 1000 Jahre alten Bienenkorbhütten, in denen
Heu gelagert wird.


Wir stapfen durch die vom Nebel
nassen Wiesen
der Insel und können von oben weit übers Meer schauen. Vom
einsamen Strand der Insel aus können wir schließlich Robben
und Seehunde beobachten, die vor der Küste umherschwimmen.
Schließlich sehen wir auch einen Delphin, der um die Schiffe
herumtollt und springt. Bei unserer Rückfahrt taucht er auch immer
wieder unter der Fähre durch und springt davor aus dem Wasser-
doch just
in dem Moment ist der Akku der Kamera alle...


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