Wie die meisten
Ferienanlagen liegt auch die Anlage "Villas Rubin" einige Kilometer
außerhalb der Stadt. Wenn man Rovinj
zu Fuß in
südlicher Richtung verläßt, gelangt man auf einem
schönen Uferwanderweg durch den Zlatni rt
nach ca. eineinhalb Stunden
nach "Villas Rubin". Die Anlage besteht vorwiegend aus Bungalows sowie
zweistöckigen Reihenhäusern, viele davon mit Terrasse bzw.
Balkon. Kleiner Tipp: Investieren Sie ein paar Euro mehr in die
Unterkunft, dann bekommen Sie wahrscheinlich einen der sanierten
Bungalows nahe am Wasser. Einige Ferienwohnungen in den
Reihenhäusern sind billiger, allerdings sind wohl einige
davon noch nicht saniert.
Der Strand ist-
wie fast überall in Istrien- felsig. Man liegt entweder oben auf
den Wiesen oder unten am Wasser auf Kieselstränden, Felsen oder
betonierten Badeplattformen. Ohne wasserfeste Sandalen oder stabile (!)
Badeschuhe sollte man besser nicht baden gehen: Am Strand verbrennt man
sich sonst die Füße, und im Wasser kommt man bei dem
felsigen Meeresboden auch nicht weit. Außerdem gibt es Seeigel,
in die man besser nicht barfuß treten sollte.
Das Wasser ist
normalerweise glasklar und sehr warm; schon im Juni hat es 23 Grad. Am
Strand weht die blaue Umweltfahne, ein europäisches
Gütesiegel für sauberes Wasser.
Ein Teil der
Anlage und des Strandes liegt unter schattenspendenden Pinien- an
heißen Tagen ist es besser, sich dort aufzuhalten, wenn man
keinen Sonnenstich kriegen will. Am Strand kann man natürlich auch
Luftmatratzen, Badeschuhe, Eis und Sonnenhüte kaufen. Wer Hunger
bekommt: Der Krapfen- (für meine Landsleute: Pfannkuchen-) Mann
dreht den ganzen Tag unermüdlich seine Runden, und die Dinger
schmecken wirklich lecker.
Im Zentrum der
Anlage gibt es neben einem kleinen, aber feinen Park einen Supermarkt,
Kioske, mehrere Restaurants, die Rezeption und was man noch so an
Infrastruktur braucht.
Aber auch das
gab es, als wir im Juni 2004 in "Villas Rubin" waren: Tagelang war das
Wasser von einer Konsistenz wie Champignon-Creme-Suppe. Das gleiche
Bild bot sich entlang der ganzen Küste bis Rovinj. Man
erklärte uns, dies sei Plankton, das wegen der häufigen
Wetterumschwünge so aussehe und an die Küste getrieben werde.
Baden konnte man darin nicht; so mußten wir in an solchen Tagen
in den Meerwasser-Pool der Anlage ausweichen, der dann natürlich
gerammelt voll war. Eine wunderbare Eigenschaft hat das Plankton aber:
Es leuchtet nachts in einem fahlen, fluoreszierenden bläulichen
Licht. Das ist ein ganz erstaunlicher Anblick, wenn man im Dunkeln
Steine hineinwirft oder wenn sich die Wellen am Strand brechen.
Gastronomisch
läßt "Villas Rubin" keine Wünsche offen: Es gibt
mehrere Restaurants, für jeden Geldbeutel und für jeden
Geschmack; vom preiswerten Touristenmenü bis zur mediterranen
Meeresfrüchte- Schlemmerplatte. Unser Lieblingsrestaurant war das
"Maestral", am Rande der Anlage in Richtung Rovinj, direkt am Strand
und unter freiem Himmel. Dort gibt es sehr guten, frisch gegrillten
Fisch, viele Meeresfrüchte, Pizza, aber auch ein beeindruckendes
Spanferkel, bei dem Portionen von biblischen Ausmaßen den Teller
füllen. (Seltsamerweise scheint Spanferkel ein istrisches
Nationalgericht zu sein; man bekommt es an jeder Straßenecke. Ich
dachte immer, wegen seiner Lage am Meer sei Istrien eher ein
Fisch-Land.)
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