Courtown

Der kleine Badeort, 90 km südlich von Dublin, ist ziemlich schlicht. Er ist aber für 2 Wochen eine gute Ausgangsbasis für die Erkundung von Irlands Südosten.

Airbus von Aer Lingus in AmsterdamDiesmal fliegen wir über Amsterdam nach Dublin. Der Flug von Tegel mit der KLM nach Schiphol ist kurz, der Flughafen der holländischen Hauptstadt angenehm und überschaubar - ganz anders als das riesige und hektische London-Heathrow. Mit Aer Lingus geht es weiter nach Dublin, wo wir schnell und unkompliziert unseren Mietwagen bekommen - einen koreanischen Wagen, der sich mit dem stolzen Namen "Chevrolet" schmückt, aber nur deshalb, weil Daewoo seit einigen Jahren zu Chevrolet gehört. Ich ramme mir am Heckklappenschloss mehrmals tiefe Löcher in die Fontanelle.

Ferienanlage Glenbeg Point in CourtownAuf der N11 geht es flott nach Süden. Eigentlich müssen wir bis 18 Uhr unser Quartier beziehen. Als wir gegen 18.45 Uhr in Courtown ankommen und in unserer Ferienanlage "Glenbeg Point" einchecken, stammeln wir entschuldigend was von "Stau" und "viel Verkehr". Pat, der Verwalter, lacht und meint grinsend "Junger Mann - vergesst es, ihr seid in Irland!"

Wir bekommen ein ruhiges Riesenhaus am Rande der Anlage (warum gibt es in Irland fast nur Ferienhäuser ab 5 Personen aufwärts?!). Schnell merken wir, dass man wirklich auf das Auto angewiesen ist. Courtown ist 2 Kilometer entfernt, es gibt keinen Fußweg und einkaufen kann man nur im Ort.

Main Street in CourtownIn seiner Eigenwerbung schmückt sich Courtown gelegentlich mit dem Beinamen "Riviera Irlands" - nun ja... Es gibt zwar ein Freizeitzentrum mit Schwimmbad und ein Vergnügungszentrum namens "Pirate Cove" für Kinder. Der Ort selbst bietet aber eher ein bescheidenes Bild: Eine sehr schlichte Hauptstraße mit den baufälligen Resten des Bayview-Hotels, wenige Pubs, mehrere "Takeaways" mit Fish and Chips und Dosenlimonade, eine Eisbude und mehrere Spielhöllen voller einarmiger Banditen und einem Heidenlärm.

Auch der Hafen ist sehr überschaubar: Einige wenige Sportboote dümpeln umher und nur ein Fischerboot landet jeden Nachmittag Kisten voller gräßlicher Schnecken an.
Im Hafen von CourtownIm Hafen von Courtown

Strandwetter in CourtownDas Wetter ist meist sehr irisch. Während wir in Kleidung umherstapfen, die einer Nordpolexpedition angemessen wäre, empfinden die Iren das offenbar als akzeptables Badewetter. Die Kinder tollen in Schlüppern oder gern auch in voller Montur im Wasser umher und die Eltern sitzen mit fettigen Fish and Chips-Tüten und Coladosen mampfend am Ufer und gucken zu. Die Männer frönen ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Umherrasen auf Jetski. Und bei entsprechendem Wellengang springen einige verwegene Jugendliche gar auf ihre Surfbretter.
Jetskifahrer vor CourtownSurfer vor Courtown


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Letzte Änderung: 24.02.2008
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