Nahe Wexford finden wir Irlands größten "Heritage Park".
Die Heritage Parks schießen in ganz Irland wie Pilze aus dem
Boden; allerorten wird dort versucht, das kulturelle Erbe des Landes zu
bewahren. Hier sind nun die Relikte der Zeit von 7.000 v. Chr. mit den
frühen Siedlern bis 1180 mit der Landung der Normannen
zusammengetragen.

Zunächst riechen wir den
Qualm der Feuer, die überall schwelen - hier im Gestell einer
Hütte, wie sie vor 7.000 Jahren von den ersten Siedlern gebaut
wurde. Anschließend kriechen wir in ein frühes irisches
Farmhaus.
Ein paar Schritte weiter treffen wir auf die
zusammengetragenen Relikte aus der Bronzezeit und der Keltenzeit - ein
Großsteingrab, einen Ogham Stone und einen Steinkreis. Dinge, die
wir auf Dingle und in Irlands Westen vielfach an ihren
Originalstätten gefunden hatten.



Dafür gibt es hier noch
lebende prähistorische Schweine. Außerdem laufen
überall in antike Gewänder gekleidete Kleindarsteller umher
und erklären den Besuchern die Exponate; die haben wir aus Takt
aber nicht abgelichtet.

Nachdem wir in einem Ringfort
umhergelaufen sind, bestaunen wir die Kochkunst der Kelten: Da immer
nur gebratenes Fleisch auch nicht schmeckt, gruben sie Becken in die
Erde, füllten sie mit Wasser, legten im Feuer erhitzte Steine rein
und kochten darin ihr Wild. Metall für Töpfe gab es noch
nicht.
Im Nachbau
eines frühen christlichen Klosters bewundern wir die farbigen
Keltenkreuze - von Farbe ist an den heute noch erhaltenen Kreuzen
nichts mehr zu sehen.
Vorbei an einem Wikingerboot
erreichen wir schließlich den - nun ja, eher im Bauhaus-Stil
gehaltenen - Nachbau eines normannischen Castle und schließlich
einen keltischen Rundturm, der allerdings aus dem Jahr 1857 stammt.


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