Killruddery
Garden ist mal keiner der sonst in
Irland typischen englischen Landschaftsgärten: Der Hugenotte
Bonnet schuf den streng formalen Garten im 17. Jahrhundert; im 19.
Jahrhundert wurde er dann erweitert.

Vom Eingang am Killruddery House
gelangen wir an einigen Putti - übrigens von Kahl aus Potsdam -
vorbei zu "The Rock", einer mächtigen Felsformation, die gerade
als Steingarten restauriert wird.

Vom Felsen aus schauen wir über die weiten
Rasenflächen zurück auf Killruddery House, um dann in die
"Angles" einzutauchen, ein Labyrinth aus hohen Hecken, in dem an den
Schnittpunkten der Pfade Skulpturen stehen.

Ein Stück
weiter schließlich blicken wir wieder auf Killruddery House,
über einen Springbrunnen sowie die beiden berühmten 168 Meter
langen Bassins, die "Long Ponds" oder auch "Mirroirs d'Eau". Einer
davon ist völlig mit Seerosen zugewachsen. Hinter uns geht der
Garten in die Landschaft über; die Sichtachse zwischen den
Bäumen ist deutlich erkennbar.


Am Killruddery
House mit seiner gläsernen Kuppel drücken wir uns die Nasen
am Fenster platt. Da drin lässt sich's aushalten: Im Wintergarten
mit seinen Skulpturen, Pflanzen und Sitzgruppen würden wir auch
gern mal den Fünf-Uhr-Tee nehmen.

Neben dem Haus wachsen von
Buchshecken umgebene Stauden mit einer der unvermeidlichen
Klein-Mädchen-Skulpturen dazwischen. Der Italienische Garten liegt
etwas unterhalb des Hauses, mit duftenden Rosen um einen Springbrunnen
gruppiert. Von hier aus kann man schon den wuchtigen Ring des "Beech
Circle", des Buchenkreises, sehen.


Durch mehrere dunkle
Eingänge, die von Skulpturen flankiert werden, gelangt man in das
Innere des "Beech Circle". Die etwa 8 Meter hohe Hecke umgibt ein
seerosenbewachsenes Bassin mit Fontänen. Angesichts der mickrigen
Hainbuchenhecke an unserem eigenen Garten sind wir tief beschämt
ob dieses gewaltigen Gewächses.
Nur wenige Meter vom Buchenkreis
entfernt liegt das ebenfalls von einer Hecke umgebene "Sylvan Theatre",
eine kleine Naturarena, in der noch gelegentlich Aufführungen
stattfinden.

Durch einen dichten Wald, genannt
"The Wilderness", gelangen wir an die Statue des "Sterbenden
Gladiators". Von hier aus kann man am Ende der Sichtachse auch schon
die Venus von Kahl aus Potsdam sehen. Ein anmutiger Abschluss eines
schönen Gartentages.
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