
Wir schaffen es zwar nicht, eine
Wanderung durch das ganze Gap of Dunloe zu unternehmen, aber nachdem
wir es dank fehlender Wegweiser nach langem Umherirren auf engen Pfaden
endlich gefunden haben, gehen wir doch ein Stück hinein. Der
Ausblick ist wunderbar: Im Tal murmelt ein Bach dahin, rechts und links
erheben sich schroffe Berge, und dazwischen grüne Wiesen und
dunkler Wald.

Ausgangspunkt für
Wanderungen in das Gap of Dunloe ist von Süden her Lord
Brandons
Cottage. Vom ursprünglichen Cottage ist bis auf ein paar
Mauerreste nicht mehr viel übrig.

Während wir auf der Terrasse
den Tee nehmen und prima Apple Pie bzw. einen Madeira Fruit Cake dazu
genießen, äst nur wenige Schritte von uns entfernt ein Reh
und läßt sich überhaupt nicht beim Fressen stören.
(Ähnlich zutraulich sind in Irland seltsamerweise viele Tiere, vor
allem Vögel.)
Auf dem Rückweg schließlich vollbringen wir - den Pfadfindern gleich - die gute Tat des Tages: Unterwegs lesen wir mitten in der Wildnis zwei belgische Motorradfahrerinnen auf, die im Gap of Dunloe einen Platten haben, und nehmen sie mit nach Kenmare. Nachdem sie uns zunächst für Iren halten (sind wir rothaarig und haben Sommersprossen?!) und wir deshalb auf Englisch radebrechen, merken sie schließlich, dass wir - ebenso wie sie - ganz gut Deutsch können ...
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