Wem der
trockene Text auf der vorherigen Seite nicht genug war, der kann hier
ein paar Foto- Impressionen sehen. Begleiten Sie mich auf einem kleinen
Rundgang durch Dedelow. Etwas Geduld ist erforderlich, da die Fotos
erst geladen werden müssen. Packen Sie sich eine Klappstulle und
eine Brause ein und los gehts...
Ebenfalls am Zentralen Platz gelegen: die
Grundschule Dedelow. Bis vor wenigen Jahren war sie noch eine
Gesamtschule mit Grundschulteil. Obwohl die Dedelower um den Status als
Gesamtschule gekämpft haben, wurde vom Kreis entschieden,
daß sie wegen sinkender Kinder- und Schülerzahlen nur noch
als Grundschule geführt wird. Damit werden hier noch die Kinder
der Klassen 1-6 aus den umliegenden Gemeinden unterrichtet.
Außerdem ist hier auch der Kindergarten der Gemeinde
untergebracht- der Schulnachwuchs für die nächsten Jahre.
Hinter der Schule befindet sich der ultimative Spielplatz für die
Schul- und Kindergartenkinder, der in der Uckermark seinesgleichen
suchen dürfte- mit Wasserwand, Roller-Runterfahrberg,
überdachtem Picknick-Platz, Tunnel, Malwand,
Kürbisköpfen und anderen Sachen, die Kindern Spaß
machen.
Geht man ein
paar Schritte in Richtung Flugplatz, so sieht man rechter Hand die
Dedelower Pfarrkirche "Johannes der Täufer". Sie ist eine
der typisch uckermärkischen Feldsteinkirchen und stammt aus dem
13.Jahrhundert.
In ihrem Inneren ist vor allem der schöne
Schnitzaltar sehenswert, welcher vom Anfang des 16. Jahrhunderts
stammen soll und Maria mit dem Christuskind zeigt. (Die Uni Marburg hat
in ihrem "Bildarchiv
für Kunst und Architektur in Deutschland"
u.a. eine Sammlung von Bildern ins Netz gestellt, auf denen Sie das
Innere der Kirche im Jahr 1913 sehen können. Bitte suchen Sie dort
unter "Bildindex" und dann "Orte" nach "Dedelow".
Neben der
Kirche findet man ein Mausoleum mit einer neugotischen Fassade von
G.Cantian, die nach Plänen von C.F.Schinkel errichtet worden sein
soll. In dem Mausoleum befindet sich die Familiengruft derer von
Klützow, deren Geschlecht mehrere Jahrhunderte Dedelow
geprägt hat.
(Und zwar so geprägt, daß sich Motive des
Familienwappens derer von Klützow im Dedelower Wappen
wiederfinden.)



Unmittelbar
neben dem Friedhof und der Kirche befindet sich das
Gebäude der ehemaligen Dedelower Schule. Nachdem Anfang der 70-er
Jahre Dedelow die oben gezeigte moderne Schule erhielt, wurde das
Gebäude zunächst als Kindergarten genutzt. Bis vor wenigen
Jahren befand sich hier die Kinderkrippe, in der die bis zu
Dreijährigen betreut wurden.Diese sind jetzt aber zum Kindergarten
in die Schule gezogen. Vorher war der Kindergarten in einer Baracke im
Ort untergebracht. Ein eindrucksvolles Bild- und Tondokument über
den Besuch des "Generalsekretärs des ZK der SED und Vorsitzenden
des Staatsrates der DDR", Erich "Honni" Honecker, zu Dedelows
Musterdorf- Zeiten, finden
Sie hier. Bitte klicken Sie auf der Seite
unten auf "Dieser sozialistische Staat war und ist ein Staat der Jugend
und wird es immer sein."
Wenige Meter weiter die Straße bergauf gelangt
man zum Landhotel
Dedelow. Hier befand sich früher das Wohnheim des
Bildungszentrums
für Rinderwirtschaft, einer damals international anerkannten
Fortbildungsstätte. Seit dem Umbau des Gebäudes kann man hier
gemütliche Zimmer buchen, das gutgeführte Restaurant besuchen
oder im Sommer im Biergarten sitzen.
Noch ein paar
Schritte die Straße hoch können Sie sich vor
der Halle des Landmaschinenhandels ein paar Pflüge ansehen. Die
meisten davon scheinen die Zeit ihres aktiven Berufslebens hinter einem
kräftigen Ackergaul verbracht zu haben. Jetzt sind sie liebevoll
restauriert worden und bilden einen interessanten Kontrast zu den
modernen Landmaschinen und riesigen Traktoren, die häufig vor der
Halle neben ihnen ausgestellt sind.
Schräg
gegenüber den Pflügen führt ein Weg in den
Tanger - gehen sie ihn hoch. Kapuze oder Regenschirm wegen der Hunderte
von Krähen auf, und dann nach 100 Metern links ins Unterholz
durchschlagen. Wenn Sie aufmerksam sind, finden Sie auch den hier
dargestellten Hinweisstein für den Hünenberg zwischen
Brombeergestrüpp und Efeuranken.
Der
Hünenberg selbst ist das, was Sie hier sehen- wenn Sie
dort was erkennen können. Stapfen Sie mal hoch- aber Vorsicht- er
ist unterwandert von Dachsen. Vielleicht begegnen Sie in einer kalten,
stürmischen Herbstnacht auch mal den heidnischen Geistern, die
dort vielleicht rumspuken.... Wenn Sie im Winter herkommen: Bringen Sie
Ihren Schlitten mit, es ist der ultimative Rodelberg.
Haben
Sie etwas
erleichtert den düsteren Tanger verlassen,
so stehen Sie vor der gleichnamigen Pension und Gaststätte "Am
Tanger"- dem ehemaligen Verwaltungsgebäude der LPG
Pflanzenproduktion. Dort werden sie daran erinnert, daß wir noch
vor wenigen Jahren vom Sieg der sozialistischen
Produktionsverhältnisse auf dem Lande überzeugt waren- mit
einem überdimensionalen Wandbild über dem Eingang.
Kräftige Genossenschaftsbauern, dralle Bäuerinnen mit
glücklichen Kälbchen auf dem Arm, Agrarflieger, Ernteschiffe
(Mähdrescher) und goldene Getreidegarben in den Armen optimistisch
in die lichte Zukunft schauender Agronomen erinnern daran, daß
Dedelow einst das Vorzeigedorf für die Entwicklung der
sozialistischen Landwirtschaft war. (Wandbild
groß anzeigen)
Wenn
Sie die
Treppenstufen hochgehen, können Sie auf der
Rückseite des Wandbildes sehen, was der Bauer nach Feierabend
gemacht hat: Er hat sich mit seiner Frau ins Gras gesetzt. Neben ihm
haben die Kinder Schmetterlinge gefangen (hat das Mädchen nicht
mal einen Schlüpper?!), während der Junge Friedenstauben
fliegen läßt. Und daneben lesen drei Leute in einem Buch.
Damals hat man wenigstens noch gelesen. (Wandbild
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Letzte Änderung: 24.2.2005 |
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