| Wat is´t
för´n Land! Böm an de Kant, Eeken in d´Heid, Veh up de Weid. Schön is un stolt un stark Uns´leew oll Uckermark. |
Öwerall Brot! Grön steiht de Soot; Äppel in´n Goor´n, Dat Feld vull Koorn. Arbeit für Seiß und Hark, Keen Not in d´Uckermark. |
Dütsch is
uns´Oort, Plattdütsch dat Woort, Erlich un trü, So bliewen wi, Bet wi in unsen Sark Schlopen in d´Uckermark. |
| Was ist´s
für ein Land! Bäume am Rand, Eichen in der Heide, Vieh auf der Weide. Schön ist und stolz und stark unsere liebe alte Uckermark. |
Überall Brot! Grün steht die Saat; Äpfel im Garten, Das Feld voll Korn. Arbeit für Sense und Harke, Keine Not in der Uckermark. |
Deutsch ist unser
Ort, Plattdeutsch das Wort, Ehrlich und treu, So bleiben wir, Bis wir in unserem Sarg Schlafen in der Uckermark. |
Die Uckermark
ist eine vor allem von der Landwirtschaft geprägte
Kulturlandschaft, die wegen der relativ guten Böden intensiv
genutzt wurde und wird. Findet man in der Region um Prenzlau und
Angermünde vor allem weite Felder
und Äcker, so hat
insbesondere die Templiner Region aber auch
große Wälder
aufzuweisen. Selbst nahe der Stadt Schwedt/Oder,
einem
Industriezentrum, findet man mit dem Unteren Odertal eine einzigartige
Landschaft.
Die Uckermark zählt nach Auffassung vieler
Menschen, die schon
einmal hier waren, zu den landschaftlich schönsten Gebieten
Deutschlands. In der Uckermark findet man eine in großen Teilen
noch unberührte Natur vor, mit Pflanzen und Tieren, die anderswo
in Deutschland schon lange nicht mehr existieren. Seeadler,
Schwarzstorch, Reiher und Kraniche haben hier noch Lebensraum. Auch
Kormorane, Fischotter, Biber und die außerordentlich seltene
Großtrappe sind anzutreffen. Wer einmal in der
Abenddämmerung in der Uckermark unterwegs ist, wird erstaunt sein,
wie häufig ihm auch andere Tiere, wie Rehe, Füchse, Hasen,
auch mal ein Hirsch oder allerlei Vogelarten begegnen. Dazu hat
sicherlich die geringe Bevölkerungsdichte, aber auch die nur in
geringem Umfang vorhandene Großindustrie beigetragen. Die
Zersiedelung der Landschaft ist hier noch nicht so fortgeschritten wie
anderswo.
Der Schutz von
Natur und Landschaft geht natürlich nicht ohne
Konflikte ab. Die Unterschutzstellung großflächiger Gebiete
bedeutet in einer intensiv landwirtschaftlich genutzten Region immer
auch Einschränkungen für die Landwirte. Auch die Industrie
und der Verkehr schielen bisweilen argwöhnisch auf die
Bemühungen der Umweltschützer. Besonders deutlich zeigt sich
dies bei dem immer wieder eskalierenden Streit um den Nationalpark
"Unteres Odertal", wo es zwischen dem Nationalparkverein einerseits und
Bauern, Anglern, Jägern und Kommunen andererseits zu z.T.
dramatischen Auseinandersetzungen kommt. Bei Zynikern soll
inzwischen auch schon der Satz kursieren: "Wenn man in der Uckermark
dreimal an die selbe Stelle pinkelt, wird es ein geschütztes
Feuchtbiotop; pinkelt man nicht, wird es als Trockenrasen unter Schutz
gestellt." Einige Angaben zu den großen Schutzgebieten:
![]() Das Informationszentrum "Blumberger Mühle" des Naturschutzbundes Deutschland im Biosphärenreservat Schorfheide- Chorin |
Mit 1258 Quadratkilometern ist das Biosphärenreservat
"Schorfheide-Chorin" das zweitgrößte Naturschutzgebiet
Deutschlands. Es ist eine von der Eiszeit geprägte
Naturlandschaft, die sich unter Einfluß des Menschen zu einer
gewachsenen Kulturlandschaft entwickelte. Hunderte Seen, Teiche und
Sümpfe, weite Wald- und Wiesenflächen machen den Reiz dieser
Region aus. Viele vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten sind
hier zu finden. 195 Vogelarten leben hier, von denen 74 auf der Roten
Liste stehen, so z.B. Seeadler, Schwarzstorch, Uferschwalbe,
Bläß- und Saatgans. Auch Biber, Wechselkröte oder die
Europäische Sumpfschildkröte kommen vor. An die 70 seltene
Pflanzenarten existieren hier noch.Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, Hoher Steinweg 5-6, 16278 Angermünde; Tel.: 03331/ 36540; Fax: 03331/ 365410; www.schorfheide-chorin.de ; siehe auch: NABU-Informationszentrum Blumberger Mühle
![]() Flußauenlandschaft im Nationalpark Unteres Odertal |
Das Untere Odertal ist eine der letzten
natürlichen
Flußauenlandschaften Mitteleuropas. Es bildet eine
Flußniederung von 60 km Länge zwischen Hohensaaten und
Sczcecin und ist ca. 5 km breit. Es hat große Bedeutung für
den Hochwasserschutz, was es zuletzt beim Jahrhunderthochwasser
der Oder im Jahr 1997 unter Beweis gestellt hat. Das Gebiet weist
eine große
Artenvielfalt auf. Es wurden 286 Pflanzenarten gezählt. Es gibt
hier Feuchtwiesen und Auenwälder, Trockenrasen und naturnahe
Laubmischwälder. Im Unteren Odertal wurden 13 Amphibien- und
Reptilienarten, 56 Molluskenarten, 36 Fisch- und Säugetierarten
festgestellt, darunter Biber, Fischotter, Quappe und Wels. 235
Vogelarten wurden nachgewiesen, darunter solche wie Seeadler,
Schwarzstorch, Kranich oder der fast ausgestorbene
Seggenrohrsänger. Große Bedeutung hat das Untere Odertal als
Rast-, Brut- und Überwinterungsplatz zahlreicher Vogelarten, vor
allem verschiedener Gänse- und Entenarten. Das ganze Jahr
über kann man an kostenlosen Führungen und Exkursionen im
Nationalpark teilnehmen.
Nationalpark Unteres Odertal, Park 2, 16303 Schwedt/Oder, Ortsteil Criewen; Tel.: 03332/ 26770; Fax: 03332/ 2677220; www.unteres-odertal.de
![]() Wanderweg im Naturpark Uckermärkische Seen |
Der Naturpark "Uckermärkische Seen" ist mit 895
Quadratkilometern
der größte Naturpark Brandenburgs. In ihm liegen über
200 der 300 uckermärkischen Seen. In diesem Gebiet gibt es ein
Landschaftsschutz- und 15 Naturschutzgebiete. Der Naturpark beherbergt
über 1000 Pflanzenarten, von denen 200 auf der Roten Liste
bedrohter Pflanzen in Deutschland stehen. Es wurden 15 Orchideenarten
nachgewiesen, darunter das Gelbe Knabenkraut mit seinem einzigen
Fundort in Brandenburg. Mit bis zu 10% ihres deutschen Gesamtbestandes
brüten See-, Schrei- und Fischadler sowie Schwarzstorch und
Kranich im Naturpark. Weitere hier vorkommende Tierarten sind u.a. der
Biber, die Europäische Sumpfschildkröte, die Zwerglibelle und
der Edelkrebs. Das Gebiet ist zu 44% mit Wald bedeckt und wird zu 43%
landwirtschaftlich genutzt. Es stellt eine reichhaltige
Kulturlandschaft mit Hecken, Söllen, Feldgehölzen und Alleen
dar. Ziel ist es, ein harmonisches Miteinander von Natur, Tourismus und
wirtschaftlicher Nutzung zu erreichen. (Übrigens: Man kann da prima wandern!)Naturpark "Uckermärkische Seen", Zehdenicker
Str.1, 17279 Lychen;
Tel.: (039888) 64530; Fax: (039888) 64555; www.uckermaerkische-seen.de
Die Landschaft
der Uckermark wurde durch die letzte Eiszeit geprägt. Man findet
hier eine Endmoränenlandschaft mit sanften Hügeln, über
400 Seen, stillen Wäldern und weiten Feldern. Um diese Landschaft
und ihre Geschichte dem Touristen näherzubringen, wird
gegenwärtig die "Märkische Eiszeitstraße" ausgebaut,
die man an dem Schild mit dem Mammut am Straßenrand erkennen
kann. Sie führt über 340 km durch mehrere Kreise im Nordosten
Brandenburgs. Zu sehen gibt es u.a. den "Grützpott"
bei Stolpe,
das 4600 Jahre alte Großsteingrab bei Mürow, die Wehranlagen
in Templin, zahlreiche Dorfkirchen aus
Feldsteinen oder die
Marienkirche in Prenzlau. Gesellschaft zur Erforschung und Förderung der
Märkischen Eiszeitstraße
e.V., Dr.Zinn-Weg 18, 16225 Eberswalde; Tel./Fax: 03334/64246; Fax:
03334/64232; www.eiszeitstrasse.de
NABU-Informationszentrum im Biosphärenreservat
Schorfheide-Chorin
Blumberger Mühle 2
16278 Angermünde
Tel.: (03331) 2604-0
Fax: (03331) 260450
Öffnungszeiten:
21.3.-30.10.2005: Montag bis Freitag 10-18 Uhr, Samstag/Sonntag 9-19
Uhr
Eintritt: frei!
Mehr Informationen unter www.blumberger-muehle.de
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Letzte Änderung: 12.5.2009 |
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