Prenzlau: Die Hauptstadt der Uckermark

Marienkirche, Unteruckersee, Dominikanerkloster und abgehackte Hände: Die Hauptstadt der Uckermark ist eine Reise wert.

Marienkirche und Mitteltorturm
Marienkirche und Mitteltorturm
Der neue Prenzlauer Roland
Der neue Prenzlauer Roland
Die 1187 erstmals erwähnte und 1234 mit dem Stadtrecht versehene Kreisstadt der Uckermark war schon immer ihre unbestrittene Hauptstadt. Die Stadt liegt direkt am Unteruckersee, der besonders im Sommer ein beliebtes Ziel der Prenzlauer und ihrer Gäste ist. Neben einer derzeit neu entstehenden, sehr schönen Seebadeanstalt (der See ist außerordentlich sauber!) kann man sich Boote und Wassertreter ausleihen, eine Dampferfahrt unternehmen oder auf der Terrasse einer der Ausflugsgaststätten ein Bier oder Eis zu sich nehmen.

Das Wahrzeichen der Stadt ist die St.Marienkirche, eines der schönsten und größten Bauwerke der norddeutschen Backsteingotik. Man kann fast ganzjährig die zahlreichen Treppen zum Turm der Kirche ersteigen und wird von oben mit einem faszinierenden Blick über die Stadt und das Umland belohnt. Neben der Marienkirche haben auch einige andere historische Bauten die schweren Zerstörungen des 2.Weltkrieges überstanden. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch im ehemaligen Dominikanerkloster, das heute u.a. das Kulturhistorische Museum, die Kultur-Arche, die Stadtbibliothek, das Stadtarchiv und die Stadtinformation beherbergt und mit Millionenaufwand zu einem kulturellen Zentrum der Stadt ausgebaut wurde.

Die Pratzen der Verräter
Die Pratzen der Verräter Belz und Grieben
Im Kulturhistorischen Museum findet man unter anderem Teile des Prenzlauer Rolandes. Freunde des Schüttelfrostes können die abgehackten Schwurhände der beiden verräterischen Bürgermeister Klaus Belz und Zabel Grieben betrachten, die die Stadt 1425 dem pommerschen Feind ausgeliefert hatten (noch dazu in der Fastnacht, "so se aller in der stad drunken weren unde in der morgen stunde waste slepen"- wie niederträchtig!). Erhalten sind auch Teile der Prenzlauer Stadtmauer mit einigen ihrer Tore (Steintor, Blindower Tor, Mitteltor) sowie Türme (Hexenturm, Seilerturm, Pulverturm). Ein besonderer kultureller Höhepunkt ist das Historienspektakel zur Prenzlauer Stadtgeschichte, das jedes Jahr im September aufgeführt wird- das größte Laienspiel Deutschlands mit 10 historischen Bildern und über 200 Mitwirkenden.

Stadtinformation Prenzlau, Marktberg 11, 17291 Prenzlau; Tel.: (03984) 833952; Fax: (03984) 833954; e-Mail: stadtinfo@prenzlau.de


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Letzte Änderung: 1.11.2009
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