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Radtour: Durch das Untere Odertal (50/42 km)
Polder, unzählige Wasservögel,
Grützpott und Schloßpark Criewen: Wenn nicht gerade
Hochwasser ist, ist das Untere Odertal ein Paradies für
Radwanderer und Naturfreunde.

Überschwemmte Polder im Unteren Odertal
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Ein wichtiger Hinweis vorweg: Der Nationalpark
Unteres Odertal ist bis
ins Frühjahr hinein oft weiträumig überschwemmt, da
seine Polder als Überflutungsgebiet für die Winterhochwasser
der Oder dienen. Sie sollten daher bis etwa Ende April tunlichst nicht
in die Polder hinein fahren, da dort häufig noch große
Flächen nicht passierbar sind. Nutzen Sie in dieser Zeit besser
nur den Uferradweg, der immer trocken ist.
Für eine Radtour durchs Untere Odertal bietet sich als
Ausgangspunkt der Bahnhof Schwedt an, den man von
Berlin aus mit dem
Regionalexpress in ca. 1 1/2 Stunden erreicht. Vom Bahnhof
fährt
man durch die Stadt in Richtung Grenzübergang Krajnik Dolny
(Polen). Spätestens jetzt muß man sich entscheiden, ob man
ins nördliche Untere Odertal (Richtung Gartz) oder in den
südlichen Teil (Richtung Stolpe) fahren will. Nachfolgend Tips
für beide Routen.
Variante 1: Ins nördliche Untere Odertal (ca. 50 km):

Einlassbauwerk an der Oder
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Fahren Sie zum Uferradweg in Richtung Gartz. An der Schwedter Querfahrt
(einer Verbindung zwischen Hohensaaten- Friedrichsthaler
Wasserstraße- auch Kanal genannt- und Oder) biegen Sie ab
in Richtung Oder. An der Oder entlang radeln Sie dann zwischen den
Poldern entlang und können Unmengen von Wasservögeln
beobachten. Ab und zu kommen Sie an den sogenannten
Einlaßbauwerken vorbei, durch die bei Hochwasser
die Polder
geflutet werden.
Folgen Sie den Hinweisen in Richtung Teerofenbrücke. Dort gibt es
eine Wildnisschule, in der Schulklassen Expeditionen ins Odertal und
biologische Experimente unternehmen können. Von
Teerofenbrücke geht es auf einem schönen glatten Waldweg
weiter nach Friedrichsthal. In Friedrichsthal gelangt man dann wieder
auf den Uferradweg. Von nun an bleiben Sie auf dem Uferradweg und
fahren immer an der Westoder entlang bis nach Gartz.
In Gartz sollten Sie sich mal das
neugestaltete Bollwerk ansehen. Hier
sollten Sie auch in eine Gaststätte einkehren und etwas
Kräftiges zu sich nehmen. Anschließend geht es auf dem
Uferradweg zurück in Richtung Schwedt. Entweder Sie fahren dabei
durch bis nach Schwedt, oder Sie biegen in Gatow ab in Richtung
Vierraden. In Vierraden sehen Sie immer wieder merkwürdige,
halboffene Scheunen- dort wird Tabak getrocknet, denn hier ist eines
der wichtigsten Tabakanbaugebiete Deutschlands. Auf dem Radweg an der
B2 entlang gelangen Sie zurück nach Schwedt. Sie werden etwas
erschöpft sein, denn Sie haben ca. 50 km hinter sich.
Variante 2: Ins südliche Untere Odertal (ca. 42 km):

Schloßpark in Criewen
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An den Uckermärkischen Bühnen biegen Sie nach rechts ab und
fahren in Richtung Grenzübergang. Hinter der Brücke über
den Kanal fahren Sie gleich rechts ab und radeln ein Stück am
Kanal entlang. Nach ein paar Metern geht es links hinab in die
Polderwiesen und dort zur Oder. Von nun an geht es immer an der Oder
entlang in Richtung Hohensaaten. Sie haben einen weiten Blick über
die Polder, sehen zahllose Wasservögel und anderes Getier. Sie
sollten auch auf die wassertechnischen Anlagen achten, von denen es
hier
einige gibt.
Nach einiger Zeit geht rechts ein Weg nach Stolpe
ab. Sie sollten
diesem Weg folgen und gelangen nach einiger Zeit in dieses am Kanal
gelegene Dorf. Dort können Sie den Grützpott besichtigen und
auch etwas essen. Zurück nach Schwedt geht es auf dem Uferradweg
entlang des Kanals. Einen kurzen Abstecher sollten Sie unbedingt nach
Criewen machen. Dort gibt es einen
bemerkenswerten Schloßpark und
das Besucherzentrum des Nationalparkes Unteres Odertal. Zurück auf
dem Uferadweg radeln Sie weiter an Zützen vorbei zurück nach
Schwedt. Insgesamt haben Sie dabei ca. 42 km geschafft.